Wer wir sind und warum Satire wichtig bleibt
Orivastelo entstand aus der Überzeugung, dass gutes satirisches Schreiben mehr ist als nur Pointen setzen. Es geht um Haltung, Präzision und den Mut, unbequeme Wahrheiten elegant zu verpacken.
Die Idee hinter Orivastelo
Ich heiße Marlene Fürstenberg und habe Orivastelo 2019 gegründet, weil mir aufgefallen ist, wie viele Menschen zwar brillante Gedanken haben, aber nicht wissen, wie sie diese in funktionierende Satire verwandeln können. Nach Jahren als freie Autorin für verschiedene Magazine wurde mir klar: Die Techniken des satirischen Schreibens lassen sich vermitteln – wenn man bereit ist, über Standardformate hinauszudenken.
Wir arbeiten mit Leuten zusammen, die bereits schreiben oder es lernen wollen. Keine leeren Versprechungen über sofortigen Erfolg. Stattdessen bieten wir strukturierte Herangehensweisen, praxisnahe Übungen und ehrliches Feedback. Unser Team besteht aus Autorinnen und Autoren, die selbst publizieren und wissen, wie der Markt tickt.
Das Besondere an unserem Ansatz? Wir kombinieren klassische Satire-Techniken mit aktuellen Entwicklungen im digitalen Raum. Ob für Print, Online-Formate oder Social Media – jeder Kanal verlangt andere Strategien.
Unsere Schwerpunkte im satirischen Handwerk
Wir konzentrieren uns auf drei Kernbereiche, die zusammen eine solide Basis für satirisches Schreiben bilden.
Analyse und Struktur
Bevor man gute Satire schreibt, muss man verstehen, warum bestehende Texte funktionieren. Wir zerlegen erfolgreiche Beispiele und zeigen, welche Mechaniken dahinterstecken – von der Übertreibung bis zur Ironie.
Schreibpraxis mit System
Theorie bringt nichts ohne Anwendung. In unseren Modulen schreiben Teilnehmende regelmäßig eigene Texte und erhalten detailliertes Feedback. So entwickelt sich ein Gespür für Timing, Tonalität und Pointen.
Von der Idee zur Publikation
Ein fertiger Text ist erst der Anfang. Wir vermitteln, wie man Pitch-Mails formuliert, mit Redaktionen kommuniziert und sich auf dem Markt positioniert. Realistische Einblicke statt Luftschlösser.
Wie wir arbeiten
Fundierte Analyse aktueller Themen
Wir beginnen immer mit einer gründlichen Recherche. Satire lebt von Genauigkeit – nur wer die Fakten kennt, kann sie effektiv verdrehen. Unsere Teilnehmenden lernen, relevante Themen zu identifizieren und Schwachstellen in Argumentationen zu finden.
Entwicklung individueller Stimmen
Jeder Mensch hat eine eigene Art zu schreiben. Statt alle in ein Schema zu pressen, helfen wir dabei, die persönliche Stimme zu schärfen. Manche sind subtil und trocken, andere direkt und provokant. Beides kann funktionieren, wenn es authentisch ist.
Kontinuierliche Überarbeitung und Verfeinerung
Der erste Entwurf ist selten perfekt. Wir zeigen, wie man Texte systematisch überarbeitet – von der Strukturprüfung bis zur Feinabstimmung einzelner Formulierungen. Gute Satire entsteht oft erst in der dritten oder vierten Version.
Woran wir glauben
Ehrlichkeit vor Effekthascherei
Wir versprechen keine Wunder. Satirisches Schreiben ist ein Handwerk, das Zeit und Übung erfordert. Wer bei uns lernt, bekommt realistische Einschätzungen und umsetzbare Strategien – keine überzogenen Erfolgsgeschichten.
Qualität statt Quantität
Lieber wenige starke Texte als viele mittelmäßige. Wir legen Wert auf sorgfältige Arbeit und präzise Formulierungen. Das mag länger dauern, führt aber zu besseren Ergebnissen.
Kritische Distanz bewahren
Satire funktioniert nur mit einem gewissen Abstand zum Thema. Wir ermutigen unsere Teilnehmenden, verschiedene Perspektiven einzunehmen und auch eigene Überzeugungen zu hinterfragen. Das schärft den Blick und macht Texte interessanter.
Langfristige Entwicklung fördern
Ein Workshop macht niemanden über Nacht zur Satirikerin. Wir konzentrieren uns auf nachhaltige Lernprozesse und bieten fortlaufende Unterstützung. Viele unserer Teilnehmenden bleiben über Jahre in Kontakt und entwickeln sich kontinuierlich weiter.